Druckvorstufe

Innovationen in den letzten Jahren haben dazu geführt, dass in der Druckvorstufe immer weniger Rohstoffe, Chemikalien und Wasser eingesetzt werden müssen. Lediglich der Stromverbrauch ist vergleichbar gleich geblieben.

Bis Mitte der neunziger Jahre bestand die Plattenherstellung grundsätzlich aus sechs Stufen:
1. „Repro“ Reproduktion der Bildvorlagen über eine Kamera auf einen Film
2. „Satz“ Übertragung der Texte per Satzautomaten auf Filmstreifen
3. „Montage“ Aufkleben der Filmstreifen auf eine Folie in Größe der Druckplatte
4. „Umkopieren“ Kopie der „Montagefolie“ auf einen Film in Größe der Druckplatte
5. „Proof“, „Lichtpause“, „Blaupause“ Entwickeln eines einfarbigen Prüfbildes
6. „Plattenkopie“ Belichten der Druckplatte nach Auflegen des Films

Durch moderne Computertechnologie und professionelle DTP-Programme entfallen heute Repro, Satz und Montage. Bilder und Grafiken werden mit Hilfe der Scannertechnologie in digitale Informationen gewandelt. Die Gestaltung der Seiten, Autorenkorrekturen und Bogenendmontage erfolgt anschliessend digital an den Computerbildschirmen.
Der Zeitaufwand in der Druckvorstufe hat sich heute wesentlich verringert. Der Verbrauch von Filmmaterial, Folien und Chemikalien für die Herstellung der Montagen entfallen komplett.

Proof-Ausdrucke haben einen hohen energetischen und rohstoffliche Aufwand (Strom, Spezialpapier, Tinte). Dafür ermöglichen sie eine höhere Prüfqualität als die auf gesundheitsschädlichem Ammoniak basierenden Prüfbilder.

Druckvorstufe Prozess

Bei der Übertragung der digitalen Information auf die Druckplatte bzw. Druckmaschine unterscheiden wir heute drei wesentliche Varianten 1. Computer-to-Film, 2. Computer-to-Plate und 3. Computer-to-Press/Direct Imaging. Jeder dieser Verfahren hat seine Vor- und Nachteile, produziert mehr oder weniger Abfälle wie Filme, Druckplatten, Chemikalien und verunreinigtes Spülwasser.

1. Beim Computer-to-Film (CtF) werden die Computerdaten an einen Filmbelichter gesendet. Der Film wird entwickelt, fixiert und die Filmdaten anschliessend mittels eines Plattenbelichter auf die Druckplatte übertragen. Diese muss, bevor sie in die Druckmaschine gelangt, entschichtet und gummiert werden. Bei den Entwicklungsprozessen fallen gebrauchte Filme und Druckplatten sowie Chemikalien-Abfälle und verunreinigtes Spülwasser durch die Prozessverschleppungen an.

2. Beim Computer-to-Plate (CtP) Verfahren werden Computerdaten in einem Plattenbelichter direkt, ohne Filmbelichtung, auf die Druckplatte übertragen. Auch hier wird die Druckplatte entschichtet und gummiert bevor sie in die Druckmaschine gehängt wird. Bei dem CtP-Verfahren entfallen Film, Filmchemie und Filmspülwasser. Bei der Druckplattenerstellung kommen noch Chemikalien zur Entschichtung, Spülwasser und Gummierung zum Einsatz. Ausserdem entsteht Abfall in Form gebrauchter Druckplatten und Chemikalien, verunreinigtes Spülwasser durch eine Entschichterverschleppungen.

3. Das Computer-to-Press/Direct Imaging (CtPress/DI) kommt ganz ohne Film- und Plattenentwicklung aus. Die Computerdaten gelangen direkt in die Druckmaschine. Mittels Hitze und ohne Chemikalieneinsatz werden die Bild- und Textinformationen dort auf eine Polyester- bzw. Aluminiumfolie („Thermoplatte“) oder auf einen mit Thermoplast beschichteten und wieder löschbaren Edelstahlzylinder übertragen. Der Offsetdruck mittels Computer-to-Press ist nur bei kleineren Auflagen optimal, da die verwendeten Bildträgermaterialien nicht die Beständigkeit einer konventionellen Aluminium-Druckplatte besitzen.

Ökologische Druckfarben

Kann man heute eine Bio-Druckfarbe herstellen die vergleichbare Eigenschaften zu den konventionellen Druckfarben aufweist und deren Farbmittel aus organischen Substanzen, Erden und Mineralien besteht?
Auf diese Frage versuche ich in diesem Beitrag eine Antwort zu geben.

Wie ist die Zusammensetzung der Druckfarbe?
Druckfarben für den Offsetdruck, egal ob Bogen-, Rollen- oder Zeitungsoffsetdruck, sind generell gleich aufgebaut. Sie bestehen aus Farbpigmenten, Bindemittel (Öle, Harze, Wachs) Lösungsmittel und Hilfsmittel (z. B. Trockenstoffe).

Farbmittel, Farbpigmente
Farbmittel sind die farbgebende Bestandteile der Druckfarbe. Sie können aus anorganischen Pigmenten (z. B. Titandioxid als Weißpigment oder Farbruß als Schwarzpigment), organischen Pigmenten (heute synthetisch hergestellt) sowie löslichen organischen Farbstoffen bestehen.

Bindemittel
Das Bindemittel hat die Aufgabe, die Pigmente vollständig zu umhüllen und somit verdruckbar zu machen. Bindemittel können natürlichen Ursprungs sein (Hartharze: z. B. Kolophonium, trocknende Öle: Leinöl, Holzöl, Sojaöl, Rizinusöl) oder synthetisch (wie PVC, Alkydharze, Kohlenwasserstoffharz) hergestellt werden.

Lösemittel
Das Lösemittel wird eingesetzt, um das meist in fester Form als Harz vorliegende Bindemittel in eine lösliche Form zu bringen. Je nach Druckverfahren werden unterschiedliche Lösemittel verwendet. Bei den konventionellen Offsetfarben besteht das Lösemittel aus Mineralöl.

Hilfsmittel
Für den Glanz, die Scheuerfestigkeit und andere Eigenschaften der Farbe werden Hilfsmittel wie Wachse, Weichmacher, Trockenstoffe, Hautverhinderungsmittel etc. eingesetzt.

Bio-Druckfarben unterscheiden sich von den konventionell hergestellten Druckfarben nur in einem, dafür aber wesentlichen, Punkt: sie enthalten „kein“ Mineralöl. Sämtliche Mineralölanteile bei den Lösemitteln sind durch pflanzliche Öle ersetzt worden.
Somit können bis zu 80 Prozent einer Druckfarbe auf regenerativen Rohstoffen beruhen.

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